

Die Form kommt und die Probleme der letzten Wochen sind im Wesentlichen behoben. Am Wochenende konnte ich das erste Mal seit langem beruhigt und frohen Mutes nach Hause reisen.
Direkt nach meiner Rückkehr aus dem Trainingslager in Mallorca fuhr ich ein kleineres Crossrennen in Hannover. Den Start verpatzte ich etwas und hielt mich zunächst an dritter Position auf. Da Dano einen Kettenklemmer hatte, konnte ich schnell die Führung übernehmen und dem Rennen meinen Stempel aufdrücken. Heinrich Berger (Stevens Racing) war an diesem Tag sehr motiviert und ich zog es vor, mit ihm gemeinsam meine Runden zu drehen und nach seinen Schwierigkeiten auf der Strecke zu suchen. Diese ausfindig gemacht, attackierte ich vier Runden vor Schluss an einer technischen Passage und konnte mich von ihm absetzten. So fuhr ich auf der sehr technischen Runde meinen Zweiten Saisonsieg ein.
Am Sonntag stand unweit von Hannover der Deutschlandcup in Garbsen an. Über Nacht schneite es erneut und die Strecke glich einem einzigen Singeltrail, auf dem man, außer der Zielgeraden, nie überholen konnte. So war der Start umso wichtiger und die eigene Position entscheidend für den kompletten Rennverlauf. Fahrer aus den hinteren Startplätzen hatten nie den Hauch einer Chance nach vorn zu stürmen und eine Position unter den ersten Drei zu erkämpfen. Mir erging es so, dass mich zwei Fahrer in den ersten beiden Runden nicht durchließen, was ja logisch und sportlich in Ordnung ist, so dass sich Sebastian Hannöver (Team SWB) alleinig absetzten konnte. Ich konnte die beiden erst mit Eingang in die dritte Runde überholen und begab mich von nun an auf die Verfolgungsjagd. Durch den Anspruch des Streckenverlaufes, konnte ich nicht schneller als gewöhnlich fahren und durch Seses technische Raffinessen, hielt er seinen Vorsprung stets auf die 20 bis 30s. Ich versuchte alles, die Lücke zu schließen und kam trotz allem in der letzten Runde auf Tuchfühlung zu Sese. Platz 2 geht in Ordnung, da ich weiß woran ich arbeite und trainiert habe.
Die Veranstalter boten für die Rennfahrer perfekt organisierte Rennen, gute und vor allem warme Umkleidekammern, aber beiden empfehle ich die Streckenabsicherung und Präparierung wesentlich zu verbessern.
Zu Weihnachten steht der Weihnachtsweltcup in Zolder (26.12.), das Superprestige in Diegem (27.12.), das GVA Rennen in Loenhout (29.12.) und zwei Deutschlandcuprennen an.