Rennbericht von Rene Birkenfeld

Am vergangenen Wochenende fuhr ich in Kleinmachnow und Hamburg die beiden bekannten und gut besetzten Rennen in Deutschland. Favorit Philipp Walsleben wurde seiner Rolle als bester Deutscher gerecht und beherrschte das Feld. Leider verpasste ich sein Hinterrad nach dem Start und fuhr auf Position 12 durch die erste Runde. Ich rappelte mich auf und machte vor allem im Schlammstück zu den anderen einige Meter gut. Auf Position 8, 9, 10 angekommen fuhr ich mit Karsten Volkmann (Team Isaac) und Konrad Opitz(Stevens Racing Team) lange zusammen. Zum Ende hin bekam ich meine zweite Luft und konnte noch auf den sechst platzierten  aufschließen ihn aber nicht überholen.
 
Der einsetzende Regen in Hamburg machte mir Mut und die schlammige Strecke lag mir persönlich sehr gut. Ich wurde das erste Mal in der Saison in der Ersten Reihe aufgestellt und verpatzte prompt  den Start. Ich kam ungewollt an meinen Schalthebel und schaltete versehentlich auf das kleine Blatt. Bis ich die Kette wieder auf dem 46er Kettenblatt hatte, war ich an Position 20 – 25 im Feld verschwunden. Entmutigt wollte ich das Rennen nicht aufgeben und dort bleiben. So begann ich von nun an meine Aufholjagt. Ich steckte mir feste Ziele und holte Fahrer für Fahrer zurück. Auch konnte ich eine Attacke fahren, wie ich sie von meinen Beinen aus dem Sommer, sprich der Superweek  in den USA kenne. Der Wettkampf um den dritten Rang war eröffnet und Michael Schweizer (Stevens Racing) machte seine Arbeit für Ole und Johannes, die vorn an der Spitze lagen, sehr gut und konnte meine beiden Mitstreiter und mich im Schach halten. In der letzten Runde wartete ich auf seine Attacke und sie kam für mich nicht überraschend an einer Stelle vor der ersten Depotdurchfahrt. Letztendlich gewann er den Sprint und ich konnte trotz meines verpatzten Starts und der Aufholjagt Vierter des Rennens werden. Danke an alle – und es waren nicht nur die eigenen Leute -  die mich frenetisch an der Strecke in der Hamburger Galopprennbahn angefeuert haben.
Die Form kommt langsam, aber sicher. Probleme macht mir mein Arm an dem ich weiter arbeiten muss. Das Ziehen am Lenker funktioniert aufgrund meines zurückgebildeten Deltoides am linken Arm bei weitem nicht so wie mit rechts. Mein Unfall vom letzten Jahr und die Folgen daraus beschäftigen mich immer noch, aber ich werde nicht aufgeben und zeigen dass ich wieder dabei bin!